Fischen in der Schweiz- die GrundregelnWenn Sie in unseren wunderschönen Bergbächen, voralpinen Flüssen oder den Kalkflüssen des Jura fischen, denken Sie daran, dass in diesen Gewässern zu einem grossen Teil wilde, angepasste Fische lokaler Rassen leben. Es liegt uns viel daran, dass diese natürlichen Bestände geschont werden. Deshalb sollte die Entnahme verantwortungsbewusst limitiert werden und darüberhinaus alles getan werden, um die Fische schonend zu behandeln. Bitte beachten Sie, dass die schweizerische Fischerei- und Tierschutzgesetzgebung klare Regeln für den Umgang mit Fischen festlegt:
Jeder Fang belastet den Fisch; starke Verletzungen und unvorsichtiger Umgang mit gefangenen Fischen können zum Tod der Tiere führen. Sie können aber viel dazu tun, die Belastung für die Fische beim Angeln gering zu halten:
C&R die Regelung der SchweizC&R bzw. No Kill Strecken sind prinzipiell verboten ABER: Alle Fische jeder Art die beim Fang wenig verletzt wurden, dürfen aber, egal in welcher Grösse, basierend auf einer individuellen Entscheidung des Fischers, zurückgesetzt werden! (getötet werden müssen stark verletzte Fische und Fische unerwünschter Arten (z.B. Sonnenbarsch)
Detailregelung: Der Bund hat zu den Themen Betäuben/Töten sowie dem Freilassen von Fischen eine Vollzugshilfe Angelfischerei erarbeitet.
Künstliche Köder schonen die Fische und den Fischbestand
(Abbildung aus Vortrag FIBER 25.04.2026, Bern) Währenddem beim Angeln mit künstlichen Ködern nur mit wenigen Verlusten zu rechnen ist (1-10%) , führen Naturköder oft zu hohen Verlusten (bis über 40%). Summiert über das Jahr können bei der Naturköderfischerei mehr Fische sterben, als entnommen werden- was sich auch im folgenden Jahr auf Bestand und Ertrag auswirkt. Lesen Sie dazu die wissenschaftliche Arbeit von Paul E. Mongillo.
Relevant für die Mortalität der Fische ist der Sitz des Hakens- Naturköder werden tiefer geschluckt- und verletzen so oft lebenswichitge Organe wie etwa die Kiemen oder den Schlund Wie sich das den Fischbestand ihres Gewässers auswirken kann, können sie mit dem Mortalitätsrechner (Graphikversion für canvasfähige Browser (Firefox, Google Chrome); Textversion für Internet Explorer hier) kalkulieren.
Nicht zuletzt ist unser Verhalten am Wasser aber auch für die Zukunft der Fischerei wichtig, Nur ein Prozent unserer Bevölkerung fischt noch aktiv. Viele Schweizer stehen aber hinter einer nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen. Wir müssen alles tun, um die Nachhaltigkeit und den Schutz der Fische sicherzustellen. Dort wo nötig, müssen wir uns politisch engagieren, uns vernetzen und gemeinsam für Gewässer und Fische kämpfen.
Zukunft hat nur eine nachhaltige und tierschutzgerechte Fischerei in sauberen, naturnahen Gewässern. Durch umfassenden Gewässerschutz, Renaturierung und der Schonung wertvoller Laichtiere wird es möglich die Bestände durch Naturverlaichung statt Besatzwirtschaft aufrechtzuerhalten.
Fischer, die sich am Fischwasser nicht richtig verhalten, schaden dem Ansehen der Fischerei und damit uns allen. Wir machen deshalb diese Mitangler sanft -aber bestimmt!- auf Verbesserungsmöglichkeiten aufmerksam.
An manchen Tagen steigen die Fische wie wild und die Chance ist gross, dass Ihre Fliege tief geschluckt wird. Wenn sie keine Fische entnehmen möchten, empfehlen wir Teasing, also Fischen ohne Haken. Das wird für die meisten von Ihnen eine neue Erfahrung sein, aber glauben Sie mir- es ist spannend und stellt sicher, dass sie am Abend mit ruhigem Gewissen von einem tollen Fischertag erzählen können. Lesen Sie dazu den Artikel "Hookless Fly-Fishing Is a Humane Advance publiziert von Pete Bodo (1999) in "The New York Times "
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